Als Präsident des Komitees «Vaterschaftsurlaub jetzt» votiert Adrian Wüthrich, für den die Einführung eines Vaterschaftsurlaubs «überreif» sei. Die Vorlage sei pragmatisch ausgearbeitet worden. Alle erwerbstätigen Väter sollen von einem zweiwöchigen Urlaub profitieren können – «für einen guten Start in ein gleichberechtigtes Familienleben» und im Sinne einer Wertschätzung, die über die Erwerbsersatzordnung (EO) finanzierbar sei. Von Seiten des Referendumskomitees präsentiert die Stadtzürcher SVP-Gemeinderätin Susanne Brunner die Nein-Argumente. Für die Gegner seien die Kosten für einen Vaterschaftsurlaub in Zeiten einer sich anbahnenden Wirtschaftskrise nicht vertretbar. Gerade KMU könnten sich die finanziellen Folgen aufgrund schon heute tiefer Margen kaum leisten. Den Bürgern würde mit dieser neuen Sozialversicherung noch mehr Geld aus den Taschen gezogen, währendem das Land vor schweren Herausforderungen wie der ungesicherten Altersvorsorge stehe. Familienförderung sei wichtig, aber letztlich sei der Akt, eine Familie zu gründen, immer noch Privatsache.

Nach engagierter Diskussion fassen die Delegierten mit 53 Nein- zu 10 Ja-Stimmen bei 4 Enthaltungen die Nein-Parole.