Bern, 08. November 2019

Medienmitteilung

Referendum gegen den teuren Vaterschaftsurlaub

Das „Überparteiliche Komitee gegen immer mehr staatliche Abgaben“ ergreift das Referendum gegen den teuren Vaterschaftsurlaub. Unternehmer, Gewerbevertreter und Parlamentarier des überparteilichen Komitees sagen NEIN zu immer mehr Lohnabgaben, NEIN zu einer weiteren Belastung der verschuldeten Sozialwerke und NEIN zu weiteren Belastungen von KMU und Gewerbe.

„Wir ergreifen das Referendum, denn uns allen bleibt immer weniger vom Lohn, weil wir immer mehr für Abgaben und Sozialversicherungen bezahlen müssen“, sagt Diana Gutjahr, Co-Präsidentin des Referendumskomitees, Vizepräsidentin des Gewerbeverbandes Thurgau und Nationalrätin der SVP, „die Belastungen für unsere KMUs und das Gewerbe nehmen immer weiter zu“.

Das „Überparteiliche Komitee gegen immer mehr staatliche Abgaben“ setzt sich zusammen aus Unternehmern, Gewerbevertretern und Parlamentariern aus Gemeinde- und Kantonsparlamenten sowie dem Bundesparlament. Susanne Brunner, Präsidentin des Gewerbevereins Seefeld, Gemeinderätin SVP und Co-Präsidentin des Komitees mahnt, „unsere Sozialversicherungen AHV, IV und die Pensionskassen sind langfristig nicht finanziert. Die Krankenkassenprämien steigen, die Pflegefinanzierung ist nicht gesichert. Es geht nicht an, in einer solchen Situation eine neue Sozialversicherung zu installieren.“

Das Komitee sagt NEIN zu immer mehr staatlichen Abgaben, wie Patrick Eugster, Vizepräsident der Jungfreisinnigen Kanton Zürich und Co-Präsident des Komitees, klar macht. „Der Werkplatz darf nicht durch weitere Kosten belastet werden. Eben haben wir mit dem STAF-Paket weitere 0.3% Lohnprozente für die AHV beschlossen. Daneben stehen Zusatzfinanzierungen in Milliardenhöhe in den Bereichen AHV und BVG, Elternurlaub und Betreuungsurlaub zur Diskussion“.

„Wir wollen keine weitere staatliche Einmischung in die Familie“, sagt Arthur Loepfe, alt Nationalrat der CVP und Co-Präsident des Komitees. „Väter und Mütter sollen eigenverantwortlich für die Betreuung ihrer Kinder sorgen, und dies ab Geburt“. Loepfe, selber Vater von drei erwachsenen Kindern, sagt: „Zwei Wochen Vaterschaftsurlaub machen Männer nicht zu guten Vätern. Ein umsorgender Vater muss man mindestens 18 oder 20 Jahre lang sein –zwei Wochen staatliche Ferien machen da keinen Unterschied“.

Das Komitee sammelt die notwendigen 50‘000 Unterschriften bis am 23. Januar 2020.